Jahreslosung 2021

"Jesus Christus spricht
Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!"
  Lukas 6,36

ERASMUS + Projekt

Erasmus+ ist das Programm der Europäischen Union für Bildung, Jugend und Sport. In Erasmus+ werden die bisherigen EU-Programme für lebenslanges Lernen, Jugend und Sport sowie die europäischen Kooperations-programme im Hochschulbereich zusammengefasst.

Leitaktionen im Schulbereich
Die Nationale Agentur im PAD setzt in Deutschland das Programm im Schulbereich um. Unter Erasmus+ Schulbildung können Einrichtungen beim PAD Projekte in zwei Leitaktionen des Programms beantragen.
Leitaktion 1: Mobilitätsprojekte für Schulpersonal
Projekte, in denen durch Fortbildungsmaßnahmen für Schulpersonal in anderen Programmstaaten die Schulentwicklung gefördert wird. Ein solches Mobilitätsprojekt umfasst die Planung, Vorbereitung, Durchführung und Verbreitung des Lernzuwachses mehrerer Fortbildungsmaßnahmen in der geförderten Einrichtung. Mögliche Aktivitäten im Rahmen der Leitaktion 1 im Schulbereich sind dabei:
Unterrichten an einer Partnereinrichtung,
Teilnahme an europäischen Fortbildungskursen und Konferenzen,
Hospitation bzw. "Job-Shadowing" an einer Partnereinrichtung oder an einer für die Schulbildung relevanten Einrichtung.

An unserer Schule wurden im Zeitraum von Dezember 2018 bis November 2020 mehrere Aktivitäten im Rahmen der Leitaktion 1 – Mobilitätsprojekte für Schulpersonal – durchgeführt.
Der Titel unseres Projektes lautete: Weiterentwicklung der Unterrichtsmethodik in Theorie und Praxis.
Die folgenden Ziele waren mit unserem Projekt verbunden:
A) schülerzentrierte Förderung und Forderung unserer Schüler durch den Vergleich mit der Methodik Finnlands
 B) Erstellen eines Mediencurriculums unter Einbezug der Erfahrungen der europäischen Partnerländer Estland und Portugal
 C) kritische Betrachtung der Lehrer- und Schülerrolle im Unterricht zum Zwecke der methodischen Weiterentwicklung durch Erfahrungsaustausch in Portugal, Griechenland und Italien.
Beantragt und genehmigt wurden 10 Mobilitäten von Lehrkräften in europäische Partnerstaaten zum Zwecke der Weiterbildung. Sieben der geplanten zehn Mobilitäten konnten stattfinden. Leider mussten drei Weiterbildungen coronabedingt abgesagt werden.

Im September 2019 nahmen zwei Kolleginnen an dem Kurs "Digital Storytelling" in Lissabon teil. Schwerpunkt der Weiterbildung war die Medienbildung. Fast zeitgleich absolvierten zwei Kunstlehrerinnen in Florenz erfolgreich die Weiterbildung "Active Art". Im November 2019 setzten sich ein Lehrer und eine Lehrerin in Piräus mit den "Innovative Teaching Methods" auseinander. Eine Kollegin nutzte das kurzfristig zum Reisen entstandene Zeitfenster im September 2020 und besuchte erfolgreich in Porto den Kurs "Identify the Hidden Talent in your Classroom". Die restlichen drei Mobilitäten sollten sich mit den Bildungssystemen in Finnland und Estland beschäftigen. Sie waren bereits gebucht, mussten aber vom Veranstalter für die ausgewählten Termine abgesagt werden.

Ergebnisse und Wirkungen sowie Langzeitwirkungen:  Seit mehr als zwei Jahren arbeiten wir intensiv an einer Umgestaltung der Lehr- und Lernstrukturen in der Sekundarstufe I und II, in die die vielschichtigen Eindrücke und methodischen Vorgehensweisen eingeflossen sind. Besonders befriedigend war die Tatsache, dass neben dem langfristigen Aspekt sich zahlreiche innovative Ideen kurzfristig im Lehrbetrieb umsetzen ließen (Ziel C). Über den Unterricht hinaus wurden die Ergebnisse in Gesamtkonferenzen verbreitet. Auf Grundlage der Fortbildungsziele wurden modernisierte Materialien zur Praxiserprobung zur Verfügung gestellt. Insbesondere die Entwicklung des Medienbildungskonzeptes (Ziel B) unserer Schule profitierte direkt von den stattgefundenen Mobilitäten. Die zum Projektende geplante Gesamtauswertung durch die ERASMUS-Koordinatorin konnte coronabedingt zum Jahresende 2020 nicht stattfinden (Hygienekonzept der Schule, Homeschooling). Leider fehlen uns für unsere konzeptionelle Weiterentwicklung die wertvollen Erfahrungen aus Theorie und Praxis finnischer und estnischer Schulen (Ziel A). Diese sollen aber unbedingt nachgeholt werden.

Susanne Bolle und Stephan Saeger, Koordinatoren

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