Jahreslosung 2020

"Ich glaube; hilf meinem Unglauben!"
  Markus 9,24

L.A. Law – Staranwälte, Tricks, Prozesse

…so lautete der Titel einer seinerzeit beliebten Fernsehserie, die einen interessanten Blick auf  die sozio- kulturellen Verhältnisse der USA der 1980er Jahre erlaubte.      

Zwanzig Jahre später erlebten die Schüler_innen der 9G eine Fortsetzung: N.B. Law - Staranwälte, Schöffen, aber keine Tricks: Im Rahmen des Sozialkundeunterrichts nahmen die Schüler_innen an einer Gerichtsverhandlung teil und bekamen einen Einblick in eine (für sie) fremde Lebenswirklichkeit.

Stalking, Selbstjustiz, Körperverletzung und Falschaussage lauteten Vorwürfe, die vor dem Jugendschöffengericht verhandelt wurden. Am Ende hatte der Angeklagte noch Glück, dass seine Attacke relativ „glimpflich“ ausging: Ein Quäntchen nur, und die Tat wäre nicht „im Gericht beim Richter Landes sondern beim Richter im Landes- Gericht“ verhandelt worden und somit wäre auch das Strafmaß erheblich höher ausgefallen.

Interessant war für die Zuschauer, mit welcher Akribie Richter, Staatsanwaltschaft und Verteidigung auch noch so unbedeutend erscheinende Details nachfragten, erforschten und überprüften, um alle be- und entlastenden Tatumstände zu würdigen.

Nach der Verhandlung standen der Vorsitzende Richter, die Staatsanwältin und der Verteidiger Rede und Antwort und halfen so, das Erlebte zu sortieren; auch für diese interessanten Einblicke in die Aufgaben der Justiz und die Grundzüge der bundesdeutschen Rechtstaatlichkeit möchten wir uns stellvertretend an dieser Stelle bei Frau Rösner bedanken, die einmal mehr zum Zustandekommen eines lehrreichen Unterrichtstages beigetragen hat.

(Gisela Friedrichsen a.k.a. Holger G. Richtsreporter)

Ein Tag im Gericht…

Haben Sie schon einmal eine Gerichtsverhandlung besucht? Wenn ja, können Sie sich sicherlich nur zu gut an das Gefühl erinnern, wie es ist, vor dem strengen und autoritären Richter und den beteiligten Staats- und Rechtsanwälten zu sitzen. Wir waren ziemlich nervös, aber auch gespannt auf die Verhandlung und deren Ausgang.
Wir saßen also am 25. Januar 2014 um 9:30 Uhr auf den Zuschauerplätzen des Jugendschöffengerichts des Amtsgerichts Neubrandenburg. Als dann der Richter Herr Landes und die beiden Schöffen den Saal betraten, mussten wir alle aufstehen. Nun konnte die Verhandlung, in der dem Angeklagten eine gefährliche Körperverletzung vorgeworfen wurde, beginnen.

Alle Schüler der 9G lauschten gebannt den Vernehmungen des Angeklagten und der fünf Zeugen sowie dem Schlagabtausch zwischen der Staatsanwältin und dem Rechtsanwalt. Dadurch, dass der Richter den Zeugen und dem Angeklagten viele Fragen stellte, wurde uns bewusst, wie wichtig jedes Detail für den Ausgang des Prozesses ist. Auch sonst wurde uns in der Hauptverhandlung viele „geboten“: Von einer rasanten Hintergrundgeschichte über eine falsche Zeugenaussage bis hin zu einer wortreichen Entschuldigung des Angeklagten bei dem Opfer.

Als dann nach einer kurzen Unterbrechung das Urteil, das über den Antrag der Staatsanwältin hinausging, verkündet wurde, waren wir alle sehr überrascht. Der Angeklagte wurde zu sechs Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung und sechzig Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt. Nach Ende des Prozesses nutzen wir die Möglichkeit einer uns gegebenen Fragerunde mit Richter, Staatsanwältin und Rechtsanwalt. Alle drei gaben uns ausführliche und informative Antworten auf unsere zahlreichen Fragen.
 Als um 13:00 Uhr die Verhandlung beendet war, konnten alle Schüler sagen, dass es ein informativer Freitagvormittag gewesen war, der uns Einblick in das deutsche Jugendstrafrecht gegeben hat.

Tom-Oliver Düsing, Elisabeth und Charlotte Fitzke, Printmedienkurs

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