Jahreslosung 2020

"Ich glaube; hilf meinem Unglauben!"
  Markus 9,24

Wilhelm Graf von Schwerin von Schwanenfeld: „ Die Gewissheit, sich für das Richtige entschieden zu haben, nahmen sie auch im Scheitern und in den Tod mit.“

Im Rahmen unseres Zeitzeugenprojektes im Geschichtsunterricht lud die Klasse 10G einen ganz besonderen Gast ein: Wilhelm Graf von Schwerin von Schwanenfeld. In seinem umfassenden und kurzweiligen Vortrag erfuhren die interessierten SchülerInnen wissenswerte Details aus erster Hand: Der Vater des Referenten, Ulrich Wilhelm von Schwerin von Schwanenfeld, zählte zu der Gruppe Patrioten, die entschlossen den Widerstand wagten und am 20. Juli 1944 durch das Attentat auf Hitler die politische Wende in Deutschland erzwingen wollten. Der Umsturz scheiterte, der Krieg kostete noch Millionen Menschen in Deutschland, Europa und der Welt das Leben. Graf von Schwerin berichtete über die Beweggründe seines Vaters, sich dem Widerstand anzuschließen, für die Beendigung der Tyrannei zu handeln, aber auch die Gewissenskonflikte, gewaltsam gegen die NS- Regierung vorzugehen und einen geleisteten Eid zu brechen. Auch wenn wir heute diese Konflikte kaum mehr nachvollziehen können,  im von preußischer Pflichterfüllung geprägten Leben waren diese real, wurden diese Konflikte von nur wenigen überwunden. Triebfeder hierfür war stets auch der festverwurzelte christliche Glaube. Von Schwerin zitiert hier Henning von Tresckow: „Wenn einst Gott Abraham verheißen hat, er werde Sodom nicht verderben, wenn auch nur zehn Gerechte darin seien, so hoffe ich, dass Gott auch Deutschland um unseret Willen nicht vernichten wird.“

Anliegen des Zeitzeugengesprächs war es, historisches Wissen weiterzugeben, das Augenmerk der jungen Generation auf die eigene historische Verantwortung zu lenken. „Es ist unser aller Aufgabe, unserer Enkelgeneration deutlich zu machen, welche Verantwortung sie im heutigen Deutschland wie im vereinten Europa trägt. Risiken und Versuchungen haben zu allen Zeiten und überall gelauert. Das mag uns eine entsprechende Warnung des antiken Geschichtsschreibers Polybios vor Augen führen: ‚Und solange noch welche da sind, die die Gewaltherrschaft der Oligarchen ausgekostet haben, sind sie mit dem augenblicklichen Zustand zufrieden und schätzen Gleichheit und Redefreiheit am höchsten. Wenn aber eine neue Generation heranwächst und die Demokratie den Enkeln übergeben wird, schätzen sie die Errungenschaften der Gleichheit und Redefreiheit nicht mehr hoch, da sie ihnen zur Gewohnheit geworden sind. ‘ "
Wir möchten an dieser Stelle Graf von Schwerin und Frau Lenz - Hanson für diese gelungene Veranstaltung danken.
(Holger Mieth)

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