Historische Ansichten

Historische Frontansicht des Neubrandenburger Gymnasiums (ca. um Jahrhundertwende, 1900)
Blick aus der Schulstraße auf das Gymnasium (ca. um Jahrhundertwende, 1900)
Blick auf ein Nebengebäude des Gymnasiums auf dem Hinterhof - das heutige Haus 1
Der Hinterhof des Gymnasiums mit Nebengebäuden vor der Stadtmauer, 1927 - damals wie heute der Schulhof (links das heutige Haus 1)

Unser geschichtsträchtiges SchulgGebäude stammt aus der Zeit um die Jahrhundertwende (19. Jh.) und hatte damit bereits seinen 100. Geburtstag. Es blickt im Gegensatz zu den anderen beiden (neueren) Schulgebäude am Platze, auf eine wechselvolle Geschichte zurück.

Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum die Adresse der Evangelischen Schule ausgerechnet und scheinbar zufällig den Namen "Schulstraße" trägt? Bereits seit dem Mittelalter befand sich an diesem Ort eine Schule - damals noch traditionell in der Nähe einer Kirche (der St.Marien-Kirche). So erhielt dieser Straßenabschnitt auch seinen Namen, den er noch heute trägt. Ab 1823 wurde dann in 3-jähriger Bauzeit das erste Neubrandenburger Gymnasium an der direkten Straßenfront der Schulstraße gebaut. Heute reihen sich hier Wohnhäuser aneinander - durch einen Torbogen gelangt man auf das Schulgelände der heutigen Evangelischen Schule. Hinter dem imposanten und repräsentativen Hauptgebäude des Gymnasiums entstanden damals auch Nebengebäude, zu denen auch das heutige Haus 1 der Evangelischen Schule gehört. Wie man der untersten Fotografie (links) entnehmen kann, entspricht die Sicht auf den damaligen Schulhof ziemlich genau der heutigen. In diesem Gymnasium wurde über 100 Jahre lang unterrichtet bis in den letzten Tagen des zweiten Weltkrieges in den Kriegsgeschehnissen auch das Hauptgebäude des Gymnasiums in der Schulstraße durch Flammen zerstört wurde. Zu dieser Zeit hatte die Schule als Reservelazarett fungiert. Nach Kriegsende wurden die Reste abgerissen und an gleicher Stelle die heutigen Wohngebäude errichtet. Erhalten blieb unter anderem ein Nebengebäude auf dem Hinterhof (das heutige Haus 1 der Evangelischen Schule), das nach dem Krieg, gemeinsam mit anderen umliegenden Bauten, bis in die 90er Jahre als Berufsschule genutzt wurde. Ende der Neunziger Jahre zog die Berufsschule aus Platzmangel innerhalb Neubrandenburgs um, wodurch das Areal für die erste Evangelische Grundschule in Mecklenburg-Vorpommern frei wurde, die hier 1997 den Schulberieb aufnahm.

So hat dieser Standort als Schulstandort bereits eine lange Tradition und ist der letzte erhaltene innerhalb der Neubrandenburger Innenstadtmauern.

Nachdem bereits vor einigen Jahren u.a. das Dach neu eingedeckt wurde, ist nun nach all den Jahrzehnten, auch die Zeit gekommen, der Fassade des alten Hauses ein neues Äußeres zu geben und dem Gebäude damit zu neuem Glanz zu verhelfen. Neben einem neuen Anstrich, müssen auch die Fensterbänke sowie Zugangsbereiche erneuert werden und eine Instandsetzung des Putzes muss auch unter energetischen Gesichtpunkten erfolgen (Dämmung). In Anbetracht der großen Außenfläche des Gebäudes, werden die Kosten der Sanierung daher nicht unerheblich sein.

Eine Umsetzung dieses Projektes ist für die nächsten Jahre geplant. Über Details zu den Planungen betreffs der einzelnen Maßnahmen und deren zeitlicher Umsetzung werden wir zu gegebener Zeit informieren. Dann werden Sie auch erfahren, welche Kosten im Detail zu erwarten sind und in welchem Rahmen wir auf Unterstützung von außen bei diesem Vorhaben bauen möchten. Denn der Zeitpunkt der Realisierung hängt letztlich von den zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln ab.

(Informationen und Bilder zusammengetragen von Claudia Normann aus dem Neubrandenburger Stadtarchiv sowie der Regionalbibliothek Neubrandenburg.)

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Lehrer und Schüler damals

Ehemalige Gymnasiasten auf der Ge- denkfeier zum 100jährigen Bestehen des Hauptgebäudes des Gymnasiums, 1926
Das Lehrerkollegium des Gymnasiums nach 1926 mit Studienrat Otto Vitense, vorne rechts
Lehrer vor dem Neubrandenburger Gymnasium 1931
Schüler vor dem Neubrandenburger Gymnasium 1936
Funde aus dem Mittelalter am heutigen Schulstandort (früherer Bericht aus dem Nordkurier)